Einige Auszüge aus der aktuellen CD "Sprinkled Eyes":
Gai Rath
Home/Kehre
Girls Like Me
Down Here On The Ground
Ihre CD „Sprinkled Eyes“ versammelt schillernde Impressionen aus der Fülle eines Tagebuchs, die im Hier und Jetzt sich zu ganz neuen Erlebnissen wandeln. Da ist ein relaxt swingendes Tribut an den Brasilianer Toninho Horta zu entdecken, die reizenden Liebesständchen „In Town“ und „Love’s Shore“ mit schmeichelndhauchendem Timbre, oder der bluesige Geniestreich „Home Kehre“ mit einer Reverenz an Donald Fagen. Einem ihrer all time favourites, Sinatras „The Moon Was Yellow“, gewinnt sie mit wendig-sinnlichen Phrasen und Bossa-Flair eine durch und durch weibliche Perspektive ab. Das Titelstück dagegen kommt als versonnener Akustik-Pop und Widmung an den Onkel daher. In „Dschinea Du Gar / Without You“ ist raffiniert ein Wes Montgomery-Solo eingewoben, und enthüllt so einen weiteren Eckpfeiler ihrer Inspirationen. Und die Metamorphose von Django vollzieht sich mal versteckt und augenzwinkernd wie in Gaj Rath“ und „Girls Like Me“, mal offen wie in ihrer Neuschöpfung von „Nuages“: Befreit von herkömmlicher Gipsy Swing-Besetzung, stattdessen mit Fender Rhodes und dem, so Dotschy, „einfachen und ehrlichen“ Text von Tony Bennett, avanciert er zum neugewandeten Meisterstreich. „Für mich ist es wichtig, zu jedem Song eine eigene Meinung, eine eigene Übersetzung zu haben. Nach langer Zeit habe ich mit diesem Arrangement endlich meine Übersetzung von ‚Nuages’ gefunden“, bekräftigt sie. Doch nicht nur auf musikalischer Ebene öffnet „Sprinkled Eyes“ neue Pfade. Mit dem Entschluss, auch in der Sprache der Sinti, dem Romanes zu singen, hat sich die Nachwuchssängerin ein wichtiges Anliegen erfüllt. „Indem ich unsere Sprache singe - eine sehr schöne, sangliche im übrigen - kann ich dazu beitragen, Vorurteile abzubauen.. Zugleich ist mir wichtig, auch an der Tradition festzuhalten. Viele Leute haben ja Angst davor, anders zu sein, ihre Herkunft zu bejahen, und der Text von ‚Sinto’ ist genau dies: Ein Appell, zu seinen Wurzeln zu stehen.“ „Wurzeln“ finden sich bei den Sinti jedoch gerade im Unterwegssein, Heimat nicht so sehr an einem Ort, als im „Geschmack des Weines, dem Klang der Meereswellen, in der Geborgenheit der Familie oder dem eigenen Glauben“, so sagt sie fast poetisch.. Und man kann natürlich hinzufügen: Auch in der Musik. Mit ihrem brillanten Debüt hat Dotschy Reinhardt für sich und sicherlich auch für viele Hörer ein Stück neue Heimat geschaffen.
Neben der Musik ist die Literatur für die junge Sängerin eine wichtige Inspirationsquelle. Ihre Leidenschaft für M.Proust, J.Cocteau, R.Radiguet, den Größen französischer Literatur, spiegelt Ihre Empfindsamkeit für die Poesie der alltäglichen Dinge wieder. Diese Sensibilität wird deutlich, wenn man Ihren lyrischen Texten Beachtung schenkt. Sie kennt jede Facette des "Young Man At The Bar", von dem einer Ihrer Songs handelt.
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"Meine Musikstücke beinhalten nur Geschichten, welche ich in und mit mir trage, die Menschen, die darin vorkommen, sind Begegnungen des wirklichen Lebens. Ehrlichkeit ist eines der wichtigsten Elemente in meiner Musik. Man kann nicht über etwas erzählen, von dem man keine Ahnung hat.
Das Songwriting hilft mir, mich in einer Form auszudrücken, wie es mir nur durch die Musik möglich ist. Diese Symbiose aus Text und Musik ist meine ganz persönliche Sprache ."